Die TSV Hannover-Burgdorf hat sich mit einem dramatischen 36:35-Auswärtssieg bei den Rhein-Neckar Löwen an die Spitze der Handball-Bundesliga gesetzt. In einem nervenaufreibenden Krimi setzten sich die „Recken“ in Mannheim früh ab, mussten im zweiten Durchgang jedoch eine gewaltige Aufholjagd der Gastgeber abwehren. Trotz zweier roter Karten für Hannover reichte es am Ende für einen hauchdünnen Erfolg.
Hannover dominiert die erste Halbzeit
Von Beginn an zeigten die Gäste aus Niedersachsen eine couragierte Leistung und nutzten die anfänglichen Unsicherheiten der Löwen konsequent aus. Angeführt von einem starken Regisseur im Rückraum und einem sicheren Siebenmeterschühtzen bauten sie ihre Führung schnell aus. Die Löwen fanden vor heimischer Kulisse nur schwer ins Spiel, leisteten sich zu viele technische Fehler und scheiterten häufig am gut aufgelegten Torhüter der „Recken“. Folgerichtig ging Hannover mit einer komfortablen 20:14-Führung in die Pause.
Löwen kämpfen sich zurück – Hannover mit Doppelrot
Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer in der SAP Arena eine völlig verwandelte Mannheimer Mannschaft. Die Rhein-Neckar Löwen steigerten ihre Defensive und kamen durch schnelle Gegenstoße zu einfachen Toren. Besonders der starke Rückraumspieler der Löwen avancierte zum Dreh- und Angelpunkt des Comebacks.
Doch Hannover stemmte sich mit aller Kraft gegen den drohenden Umschwung. Die Partie wurde zunehmend intensiver, gipfelte in harten Zweikämpfen und endete schließlich mit zwei roten Karten gegen die Gäste. Trotz der doppelten Dezimierung bewies Hannover Nervenstärke und rettete den knappen Vorsprung über die Zeit.
Schlusspunkt in einem packenden Duell
Die Schlussminuten waren an Spannung kaum zu überbieten. Die Löwen drängten mit aller Macht auf den Ausgleich, doch Hannovers Schlussmann hielt den entscheidenden Wurf Sekunden vor dem Abpfiff. Damit sicherte sich die TSV Hannover-Burgdorf nicht nur zwei immens wichtige Punkte, sondern auch die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga.
Die Rhein-Neckar Löwen mussten nach einer großartigen Aufholjagd ohne zählbaren Erfolg vom Feld gehen und verpassten es, sich für die starke zweite Hälfte zu belohnen. Hannover hingegen jubelte über einen hart erarbeiteten Triumph – trotz aller Widrigkeiten.
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