FARGO, dein neuer Song „2006“ klingt wie ein musikalischer Sonnenstrahl – wie fühlt es sich an, jetzt, 2025, mit einem Song zurück in die Zeit zu reisen, in der alles möglich schien?
Gerade in Zeiten, in denen jeden Tag eine neue Schreckensnachricht über die Bildschirme flimmert, sehne ich mich nach Zeiten, in denen die Welt, gefühlt, noch in Ordnung war. Für mich war das 2006, aber das kann und darf für jeden, der diesen Song hört, ein anderes Jahr sein.
Du sagst, „2006“ sei kein nostalgischer Rückblick, sondern ein Gefühl – wie konserviert man so eine Emotion ohne kitschig zu wirken?
Ich habe versucht, möglichst wenig Nostalgie in diesen Song zu packen, da das Jahr selbst gar keine Rolle spielt. Jemand, der gerade das beste Jahr seines Lebens hat, soll genauso 2006 hören können, wie eine ältere Person, die vielleicht mit den 90ern die schönsten Jahre verbindet. Ich bekomme bei dem Song einfach immer gute Laune und das Gefühl, dass alles ein bisschen leichter ist.
Was hat die anderthalbjährige Pause mit dir als Künstler gemacht – und was war der Moment, in dem du wusstest: Jetzt ist es wieder Zeit für neue Musik?
Ich habe keine wirkliche Pause gemacht. Ich habe fast jeden Tag Musik produziert und Songs geschrieben. Ich hab sie nur nicht mit der Welt geteilt, weil ich erst mal rausfinden musste, wo ich nach dem Album „Gutes Gefühl“ musikalisch eigentlich hin will. 2006 war für mich der Song, der die Rampe dorthin am besten aufmacht.
Der Sound klingt warm, organisch, fast unverschämt leicht – wie entsteht ein Song, der gleichzeitig tief und tanzbar ist?
Songs entstehen bei mir immer aus einem Moment heraus. Einer Melodie, einem Riff oder manchmal auch einem Satz. Ob das Lied am Ende tief, leicht oder tanzbar ist, weiß ich oft erst am Ende des Weges.
Du hast vieles allein im Studio erarbeitet – wie war es, nach dieser intensiven Phase wieder in Co-Writes einzusteigen?
Für mich war eher der Weg des Alleine-Machens neu und unvertraut. Nur für sich selbst zu arbeiten fühlte sich aber aufregend und spannend an. Das zurück zum gemeinsamen Musikmachen kommen, war eher leicht und vertraut.
In „2006“ steckt viel Persönliches – der 18-jährige FARGO und der heutige: Was würdest du deinem jüngeren Ich sagen, wenn ihr euch heute treffen würdet?
Ich würde ihm, so kitschig es klingt, sagen, dass er genauso weiter machen soll und dass er mit 36 happy sein wird. Das einzige, was ich ihm raten würde, wäre, die eine oder andere Frau nicht sofort zu küssen 🤣
Als Vater, Musiker und Laubenpieper – wie findest du heute die Balance zwischen kreativem Freigeist und Alltagspflichten?
Es ist nicht immer einfach, alles unter einen Hut zu bekommen. Für mich steht das Vatersein an erster Stelle. Musik kann auch mal warten. Aber mein Umfeld spürt, wenn ich sie zu lange mal vernachlässige und schickt man dann meist schon aus Selbstschutz zurück ins Studio 🤣
Du sprichst davon, dich neu sortiert und „wieder gehört“ zu haben – wie klingt denn der echte FARGO 2025 für dich selbst?
Ich glaube, FARGO klingt und ist immer echt. Aber, wie bei jedem Menschen, sind mal die einen und mal die anderen Dinge wichtiger, oder auch der Geschmack verändert sich. Die letzte Dekade von FARGO stand sehr im Zeichen des Pop. Jetzt kommt vielleicht eine etwas andere Prise dazu. Will see 😉
Deine Musik erreicht Herz und Füße zugleich – wie wichtig ist dir diese Mischung aus emotionalem Tiefgang und Bewegungsdrang?
Ich selbst achte bei Songs immer super krass auf die Texte. Der Song kann noch so gut sein, wenn er mich vom Text her nicht catcht, wird er nicht lange bei mir bleiben. Gleichzeitig habe ich immer schon Bock gehabt, auch tanzbare Lieder zu schreiben. Ich glaube, genau diese Kombi ist das, was FARGO ausmacht!
Und zuletzt: Wenn du den Zuhörenden nur eines mit auf den Weg geben könntest, was wäre das Lebensgefühl, das „2006“ transportieren soll?
Borgt euch die Energie aus früheren Tagen, um daraus ein besseres Jetzt zu machen!
Lieber FARGO, danke für dieses offene, inspirierende Gespräch und deine Zeit. Deine Musik klingt nicht nur nach Aufbruch, sondern fühlt sich auch genau so an – wie ein Sonnenstrahl, der bleibt. Wir freuen uns auf alles, was kommt! CK

FARGO
2006
Label: Motor Entertainment
VÖ: 20.06.2025
Genre: Pop
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