DAO

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Bei einem Filmcasting begegnen sich zwei Frauen und werden vor der Kamera zu Mutter und Tochter: Gloria und Nour. Und die Familie wächst vor unseren Augen. Mit anderen Schauspieler*innen und Laien feiern sie eine rauschende Hochzeit in Paris und reisen nach Guinea-Bissau, um ihr Familienoberhaupt zu verabschieden. Zwischen diesen beiden Ritualen – zwischen Europa und Westafrika, Leben und Tod, Vergangenheit und Gegenwart – verweben sich wahre Geschichten mit erfundenen Erzählungen. 
Was folgt, ist eine große Feier des Lebens: ein kreisender Tanz aus Liebe und Schmerz, aus Freude und Loslassen. DAO ist mehr als nur ein Film – es ist eine grenzenlose Familie, in deren Umarmung wir fallen und von deren Kraft wir getragen werden.

DAO bewegt sich zwischen familiärer Erinnerung, kollektiver Geschichte und filmischer Fiktion. Der Film erzählt von einer Generation, die zwischen verschiedenen Orten und Erinnerungen lebt. Im Zentrum steht die Frage: Was bleibt, wenn Familien über Kontinente hinweg auseinandergerissen wurden? Welche Geschichten werden erzählt – und welche bleiben lange unausgesprochen?

Inspiriert von taoistischen Ideen steht der Titel DAO für einen fortwährenden, kreisenden Fluss des Lebens, der alles verbindet und das Gleichgewicht von Gegensätzen wie Geburt und Tod, Migration und Heimat, Fiktion und Realität verkörpert. Professionelle und nicht-professionelle Schauspieler*innen – darunter auch Mitglieder der Familie von Alain Gomis – improvisieren innerhalb eines bewusst offenen Drehrahmens. So entsteht ein immersives Epos, das seine Philosophie erlebbar macht, statt sie zu erklären.

DAO
Regie: Alain Gomis
Mit Katy Corréa, D’Johé Kouadio, Samir Guesmi, Mike Etienne, Nicolas Gomis, Fara Baco Gomis, Poundo Gomis
Frankreich, Senegal, Guinea-Bissau 2026
185 Minuten

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