
Adler Mannheim schlagen Iserlohn deutlich mit 6:1
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Ein frühes Führungstor, ein Doppelpack im Powerplay und am Ende ein deutliches Ergebnis: Die Adler Mannheimhaben am Donnerstagabend, 1. Oktober 2026, ihr Heimspiel in der PENNY DEL gegen die Iserlohn Roosters mit 6:1gewonnen. Nicolas Mattinen war mit zwei Toren und einer Vorlage der auffälligste Mann. Dazu trafen Zach Solow, Jérémie Poirier, Maximilian Heim und Tom Kühnhackl. Vor 9.735 Zuschauern in der SAP Arena legte Mannheim bereits im ersten Drittel den Grundstein für den Erfolg.
Hinter der Bande trug an diesem Abend Marcel Goc die Verantwortung. Cheftrainer und Sportmanager Dallas Eakins fehlte wegen einer bereits im Sommer geplanten Scouting-Reise. Goc wurde von Curt Fraser und Adam Borzecki unterstützt.
Solow bringt die Adler früh auf Kurs
Die Partie brauchte kaum Anlaufzeit. Beide Mannschaften suchten von Beginn an den Weg nach vorne. Alexander Ehl hatte nach wenigen Minuten die erste gute Mannheimer Gelegenheit, scheiterte jedoch an Iserlohns Torhüter Hendrik Hane.
Eine Minute später war der Puck drin.
Nicolas Mattinen brachte die Scheibe Richtung Tor, Zach Solow hielt entscheidend den Schläger hinein und lenkte sie zum 1:0 ins Netz. Gespielt waren gerade einmal 3:43 Minuten.
Iserlohn ließ sich davon zunächst nicht beeindrucken. Nach einer Strafe gegen Tom Kühnhackl bekamen die Gäste ihr erstes Powerplay. Peter Quenneville kam gefährlich zum Abschluss, doch Jake Hildebrand war zur Stelle.
Das sollte an diesem Abend häufiger passieren.
Mattinen trifft zweimal im Powerplay
Die Adler spielten keineswegs jede Minute dominant. Iserlohn hielt gerade im ersten Drittel ordentlich dagegen. Mannheim nutzte seine Möglichkeiten aber konsequenter.
In der 14. Minute musste Norwin Panocha wegen Behinderung auf die Strafbank. Mannheim brauchte im anschließenden Powerplay nur wenige Sekunden.
Brooks Macek brachte den Puck zum Tor, der Abpraller landete bei Mattinen, der zum 2:0 traf.
Kurz vor der Pause folgte die nächste Iserlohner Strafe. Und wieder schlug Mannheim zu.
Leon Gawanke legte auf Mattinen ab, der diesmal direkt abzog und den Puck mit Wucht im Tor unterbrachte. 3:0 nach 19:01 Minuten. Beide Überzahlspiele hatte Mannheim genutzt.
Das Ergebnis nach dem ersten Drittel war deutlicher als der Spielverlauf. Aber die Adler waren in den entscheidenden Situationen einfach effektiver.
Thomas verkürzt nach nur neun Sekunden
Wer glaubte, die Partie sei bereits entschieden, bekam direkt nach Wiederbeginn eine andere Antwort.
Gerade einmal neun Sekunden waren im zweiten Drittel gespielt, als Christian Thomas frei vor Hildebrand auftauchte und zum 3:1 traf. Iserlohn war plötzlich wieder da.
Die Roosters wurden mutiger und beschäftigten die Mannheimer Defensive nun häufiger. Hildebrand musste mehrmals eingreifen, Mannheim überstand zudem eine Unterzahlsituation.
Der nächste Treffer wäre für Iserlohn enorm wichtig gewesen.
Er fiel nicht.
Stattdessen schlugen die Adler innerhalb weniger Sekunden gleich zweimal zu.
Poirier und Heim sorgen innerhalb von 42 Sekunden für Klarheit
In der 32. Minute brachte Matthias Plachta die Scheibe vor das Tor. Jérémie Poirier nahm sie auf und vollendete mit der Rückhand zum 4:1.
Gerade einmal 42 Sekunden später folgte der nächste Treffer.
Anthony Greco erkämpfte den Puck und bediente Maximilian Heim. Der Angreifer setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch und erhöhte auf 5:1. Iserlohn nahm unmittelbar danach eine Auszeit.
Die Partie war damit praktisch entschieden.
Interessant war dabei vor allem die Mannheimer Effizienz. Nach 40 Minuten stand ein Vier-Tore-Vorsprung, obwohl Iserlohn durchaus zu Abschlüssen gekommen war.
Kühnhackl macht das halbe Dutzend voll
Auch der Schlussabschnitt begann mit einem schnellen Tor.
Alexander Ehl setzte sich auf der linken Seite durch und spielte zu Lennard Nieleck. Der Youngster legte quer auf Tom Kühnhackl, der am langen Pfosten keine Mühe mehr hatte.
6:1 in der 42. Minute.
Danach nahm Mannheim etwas Tempo aus der Partie, ohne die Kontrolle völlig abzugeben. Iserlohn kam noch zu einzelnen Möglichkeiten, Hildebrand ließ aber keinen weiteren Treffer zu.
Auf der anderen Seite verhinderte Hane ein noch deutlicheres Ergebnis.
Nach 60 Minuten blieb es beim 6:1.
Hildebrand überzeugt, Mattinen sammelt drei Punkte
Der Blick auf die Statistik zeigt, warum der Abend für Mannheim so deutlich endete. Die Adler brachten 30 Schüsse aufs Tor, Iserlohn kam auf 21. Mannheim verwertete 20 Prozent seiner Torschüsse. Besonders stark war das Powerplay: Zwei der sechs Überzahlsituationen wurden genutzt, beide Treffer erzielte Mattinen.
Der Verteidiger kam insgesamt auf zwei Tore und eine Vorlage und war damit punktbester Spieler der Partie.
Auch Hildebrand hatte einen starken Abend. Der Mannheimer Schlussmann hielt 20 von 21 Schüssen und kam damit auf eine Fangquote von 95,24 Prozent.
Für Mannheim war es gleichzeitig der dritte Heimsieg der DEL-Saison. Iserlohn wartet dagegen auch nach fünf Spielen weiter auf den ersten Sieg.
Mannheim bleibt zu Hause erfolgreich
Nach dem 4:3 gegen die Eisbären Berlin und dem 4:1 gegen Krefeld bleibt die SAP Arena damit auch gegen Iserlohn ein guter Ort für die Adler. Diesmal musste Mannheim nicht bis in die Schlussphase zittern.
Der Unterschied lag vor allem in der Chancenverwertung. Iserlohn spielte gerade im ersten Drittel durchaus mit, kassierte aber drei Gegentore. Nach dem schnellen 1:3 zu Beginn des Mittelabschnitts bot sich den Gästen kurzzeitig die Gelegenheit, noch einmal richtig Druck aufzubauen.
Poirier und Heim nahmen ihnen diese Hoffnung innerhalb von 42 Sekunden.
Am Sonntag, 4. Oktober 2026, geht es für die Adler auswärts bei den Grizzlys Wolfsburg weiter. Auch dort wird Marcel Goc noch einmal die Verantwortung an der Bande übernehmen.
Spieldaten
Adler Mannheim – Iserlohn Roosters 6:1 (3:0, 2:1, 1:0)
Tore:
1:0 Zach Solow (4.)
2:0 Nicolas Mattinen (14., Powerplay)
3:0 Nicolas Mattinen (20., Powerplay)
3:1 Christian Thomas (21.)
4:1 Jérémie Poirier (32.)
5:1 Maximilian Heim (32.)
6:1 Tom Kühnhackl (42.)
Torhüter Adler Mannheim:
Jake Hildebrand – 20 Paraden, 95,24 Prozent Fangquote
Schiedsrichter:
Andris Ansons
Jackson Kozari
Linespersons:
Denis Menz
Dr. Kai Jürgens
Zuschauer:
9.735
Spielort:
SAP Arena, Mannheim
Foto © by Ruffler/PIX-Sportfotos














