
Adler Mannheim unterliegen Skellefteå AIK mit 1:3
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Zwei schwedische Topteams innerhalb von drei Tagen, zwei völlig unterschiedliche Abende. Nach dem starken 3:1 gegen Växjö mussten sich die Adler Mannheim am Sonntag, 6. September 2026, dem amtierenden schwedischen Meister Skellefteå AIK mit 1:3 geschlagen geben. Die Gäste verteidigten ihre Führung über lange Strecken äußerst konsequent. Mannheim fand dagegen zu selten den direkten Weg zum Tor. Erst Zach Solow traf kurz vor Schluss. Da war die Partie praktisch entschieden.
Die Anfangsphase war ausgeglichen. Beide Mannschaften arbeiteten konzentriert gegen den Puck, große Räume gab es kaum. Selbst eine frühe doppelte Überzahl brachte den Adlern noch keinen Treffer. Matthias Plachta kam zwar zum Abschluss, Skellefteå überstand die Situation jedoch unbeschadet.
Hildebrand hält Mannheim zunächst im Spiel
Auf der anderen Seite bekam Jake Hildebrand früh Arbeit. Besonders bei einem schnellen Zwei-gegen-eins-Angriff gegen Victor Stjernborg reagierte der Mannheimer Torhüter stark. Auch gegen weitere schwedische Abschlüsse blieb Hildebrand zunächst Sieger.
Kurz vor der ersten Pause musste er dann doch hinter sich greifen.
Skellefteå spielte in Überzahl schnell durch die Mannheimer Formation. Pär Lindholm nutzte den Raum und brachte die Gäste in der 19. Minute mit 1:0 nach vorne. Der Zeitpunkt war unangenehm. Mannheim hatte das Drittel lange offen gehalten und ging trotzdem mit einem Rückstand in die Kabine.
Johnsson erhöht direkt nach der Pause
Die Adler kamen durchaus entschlossen aus der ersten Unterbrechung. Lukas Kälble brachte früh einen Puck in Richtung Tor. Fast im Gegenzug folgte jedoch der nächste Rückschlag.
Ein Schuss von Andreas Johnsson von der blauen Linie fand in der 23. Minute den Weg zum 0:2 ins Mannheimer Tor. Kein spektakulärer Treffer, aber einer mit Wirkung. Skellefteå hatte plötzlich zwei Tore Vorsprung und konnte seine Spielweise noch stärker auf Kontrolle ausrichten.
Mannheim bekam danach seine Chancen.
Kris Bennett tauchte alleine vor Strauss Mann auf, konnte den schwedischen Schlussmann aber nicht überwinden. Wenig später versuchten Justin Schütz und Zach Solow gemeinsam, die Scheibe über die Linie zu drücken. Wieder nichts. Bennett verpasste anschließend am langen Pfosten eine weitere gute Gelegenheit.
Es fehlte nicht grundsätzlich an Situationen. Der letzte Schritt fehlte.
Skellefteå macht die Räume eng
Im Schlussdrittel zeigte der schwedische Meister, warum diese Mannschaft in der vergangenen Saison die SHL dominierte. Skellefteå stand kompakt, nahm Mannheim Zeit und Raum und zwang die Adler immer wieder zu Abschlüssen aus weniger günstigen Positionen.
Marc Michaelis probierte es nach einem schnellen Angriff, traf aber zu zentral. Alex Ehl wurde bei einer weiteren Aktion noch entscheidend gestört. Auf der anderen Seite ließ Skellefteå selbst Möglichkeiten zur vorzeitigen Entscheidung liegen.
Die Uhr lief jetzt gegen Mannheim.
Cheftrainer Dallas Eakins nahm Hildebrand gut vier Minuten vor Schluss vom Eis. Ein zusätzlicher Feldspieler sollte den Anschlusstreffer erzwingen.
Lindberg trifft ins leere Tor
Patrick Brown bekam im Slot tatsächlich noch eine gute Gelegenheit. Der Treffer fiel jedoch auf der anderen Seite.
Oscar Lindberg nutzte das verwaiste Mannheimer Tor in der 58. Minute zum 0:3. Damit war die Partie entschieden.
Mannheim gab trotzdem nicht auf. Zach Solow staubte in der Schlussminute zum 1:3 ab und verhinderte zumindest den Shutout von Strauss Mann. Für eine echte Aufholjagd kam der Treffer zu spät.
Nach 60 Minuten stand die erste CHL-Niederlage der Saison fest.
Ein Sieg und eine Niederlage gegen Schwedens Spitze
Das erste CHL-Wochenende liefert den Adlern damit ein ziemlich klares Bild. Gegen Växjö zeigte Mannheim am Freitag einen starken, kontrollierten Auftritt und gewann verdient mit 3:1. Zwei Tage später erwies sich Skellefteå als schwieriger zu knacken.
Gerade offensiv fehlte diesmal die Konsequenz. Die Adler hatten Möglichkeiten, vor allem im zweiten Drittel. Doch Strauss Mann und die kompakte Defensive der Schweden ließen lange nichts zu. Skellefteå dagegen nutzte seine entscheidenden Situationen effizienter.
Nach zwei CHL-Spielen steht Mannheim damit bei einem Sieg und einer Niederlage. Weiter geht es auf europäischem Eis am Freitag, 11. September 2026, auswärts bei den Bordeaux Boxers. Zwei Tage später wartet mit Fribourg-Gottéron bereits die nächste Aufgabe in der Schweiz.
Spieldaten
Adler Mannheim – Skellefteå AIK 1:3 (0:1, 0:1, 1:1)
Tore:
0:1 Pär Lindholm (19.)
0:2 Andreas Johnsson (23.)
0:3 Oscar Lindberg (58., Empty Net)
1:3 Zach Solow (60.)
Spielort:
SAP Arena, Mannheim
Foto © by Ruffler/PIX-Sportfotos














