Spielszene zwischen den Graz99ers und den Adler Mannheim beim Testspiel am 16. August 2026 in Kitzbühel

Graz99ers gegen Adler Mannheim: Aufholjagd kommt zu spät

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Die Adler Mannheim haben das zweite Testspiel gegen die Moser Medical Graz99ers verloren. Zum Abschluss ihres Trainingslagers in Kitzbühel unterlag die Mannschaft von Cheftrainer Dallas Eakins am Sonntag, 16. August 2026, mit 3:4. Vor allem der Start ging gründlich daneben: Nach zwölf Minuten lag Mannheim bereits mit drei Toren zurück. Danach wurde es deutlich besser. Für die Wende reichte es trotzdem nicht.

Drei Tage zuvor hatten die Adler das erste Aufeinandertreffen noch mit 4:1 für sich entschieden. Diesmal setzte Graz von Beginn an die Akzente.

Drei Grazer Tore in zwölf Minuten

Gerade einmal neun Sekunden waren gespielt, als Josh Currie die Scheibe zum 1:0 im Mannheimer Tor unterbrachte. Ein denkbar schlechter Einstieg für die Adler.

Und Graz machte weiter.

Jakob Lippitsch erhöhte in der fünften Minute auf 2:0, ehe Currie in der zwölften Minute seinen zweiten Treffer nachlegte. Mannheim fand in dieser Phase nur schwer Zugriff auf die Partie und musste früh einem deutlichen Rückstand hinterherlaufen.

Ganz ohne Möglichkeiten blieben die Adler allerdings nicht. Tom Kühnhackl traf im ersten Drittel die Latte, Kris Bennett brachte den Puck ebenfalls nicht an Nicolas Wieser vorbei. Auch auf der anderen Seite spielte das Aluminium noch eine Rolle, als Paul Stapelfeldt einen möglichen vierten Grazer Treffer verpasste. Nach 20 Minuten stand es 3:0.

Mannheim findet nach der Pause ins Spiel

Im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Adler wesentlich entschlossener. Die Angriffe wurden direkter, Graz musste häufiger im eigenen Drittel arbeiten.

Jérémie Poirier belohnte die stärkere Mannheimer Phase schließlich mit dem 1:3. Bei der genauen Spielminute unterscheiden sich die offiziellen Vereinsberichte: Graz führt den Treffer in der 32. Minute, Mannheim in der 34. Minute. Am Spielverlauf änderte das wenig, denn die 99ers fanden kurze Zeit später ihre Antwort.

In Überzahl stellte Tim Harnisch auf 4:1. Kevin Roy und Marcus Vela bereiteten den Treffer vor, Harnisch schloss aus zentraler Position ab.

Kurz vor der zweiten Pause verkürzte Mannheim noch einmal. Anthony Greco traf zum 2:4 und hielt die Partie damit offen.

Adler vergeben ihre Chancen in Überzahl

Im Schlussdrittel bot sich Mannheim mehrfach die Gelegenheit, das Spiel endgültig kippen zu lassen. Graz kassierte mehrere Strafen, zeitweise standen die Adler sogar 1:14 Minuten mit zwei Spielern mehr auf dem Eis. Ein Treffer wollte in dieser Phase aber nicht fallen.

Die 99ers verteidigten konsequent und konnten sich auf Torhüter Nicolas Wieser verlassen. Mannheim musste deshalb immer mehr riskieren.

Gut vier Minuten vor dem Ende nahm Dallas Eakins Torhüter Maxi Franzreb vom Eis und brachte einen zusätzlichen Feldspieler. Die Schlussoffensive brachte tatsächlich noch einen Treffer: Luke Esposito verkürzte 16 Sekunden vor dem Ende auf 3:4. Für mehr blieb keine Zeit.

Nach einem völlig misslungenen Auftaktdrittel hatten sich die Adler noch einmal bis auf ein Tor herangekämpft. Der frühe 0:3-Rückstand erwies sich am Ende jedoch als zu große Belastung.

Kühnhackl trifft spektakulär in der Show-Overtime

Mit der Schlusssirene war der offizielle 4:3-Sieg der Graz99ers bereits perfekt. Beide Teams hatten sich allerdings darauf verständigt, anschließend noch eine fünfminütige Verlängerung und ein Penaltyschießen auszutragen. Das Ergebnis des eigentlichen Testspiels änderte sich dadurch nicht.

In dieser zusätzlichen Spielzeit wurde es noch einmal sehenswert. Zunächst traf Tim Harnisch für Graz. Tom Kühnhackl antwortete mit einem Michigan-Tor, bei dem er die Scheibe hinter dem Tor auf die Kelle nahm und ins Netz beförderte. Kurz vor Ablauf der fünf Minuten traf auch Justin Schütz.

Im anschließenden Penaltyschießen war Luke Esposito der einzige erfolgreiche Schütze.

Adler zeigen nach schwachem Start eine Reaktion

Das Ergebnis dürfte Mannheim weniger beschäftigen als die Art, wie es zustande kam. Drei Gegentreffer innerhalb der ersten zwölf Minuten sind auch in der Vorbereitung eine schwere Hypothek. Danach zeigten die Adler jedoch eine klare Reaktion.

Poirier, Greco und Esposito brachten Mannheim zurück. Gerade im zweiten Drittel und in der Schlussphase verlagerte sich das Spiel stärker in Richtung des Grazer Tores. Dass die Adler ihre längere Überzahlphase nicht nutzten, verhinderte eine noch spannendere Schlussphase.

Nach zwei Testspielen gegen Graz steht damit jeweils ein Sieg für beide Mannschaften: Mannheim gewann am 13. August mit 4:1, drei Tage später setzten sich die 99ers mit 4:3 durch.

Spieldaten

Moser Medical Graz99ers – Adler Mannheim 4:3 (3:0, 1:2, 0:1)

Tore:
1:0 Josh Currie (1.)
2:0 Jakob Lippitsch (5.)
3:0 Josh Currie (12.)
3:1 Jérémie Poirier
4:1 Tim Harnisch (37., Powerplay)
4:2 Anthony Greco (40.)
4:3 Luke Esposito (60.)

Spielort: Kitzbühel
Datum: 16. August 2026

Foto © Kurz/PIX-Sportfotos

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