Spielszene zwischen Hansa Rostock und dem SV Waldhof Mannheim am 16. August 2026 im Ostseestadion

Hansa Rostock gegen SV Waldhof Mannheim: Zwei Führungen reichen nicht

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Der SV Waldhof Mannheim hat einen möglichen Auswärtssieg an der Ostsee aus der Hand gegeben. Beim F.C. Hansa Rostock lagen die Mannheimer am Sonntag, 16. August 2026, zunächst mit 2:0 und nach der Pause noch einmal mit 3:1 vorne. Nach 90 intensiven Minuten stand im Ostseestadion trotzdem ein 3:3.

Vor 25.554 Zuschauern erwischte der Waldhof den besseren Start. Rostock hatte zwar häufiger den Ball, Mannheim setzte zunächst aber die gefährlicheren Akzente und nutzte früh seine erste gute Gelegenheit.

Ulbricht sorgt für den perfekten Start

In der siebten Minute ging es über die rechte Seite schnell. Jid Okeke brachte den Ball vor das Rostocker Tor, Julian Ulbricht setzte sich in der Mitte durch und köpfte zum 0:1 ein. Ein früher Treffer, der dem Waldhof sichtbar Sicherheit gab.

Hansa brauchte eine Weile, um gefährlich zu werden. Die beste Chance zum Ausgleich hatte Bernie Lennemann, der frei vor Jan Niemann auftauchte. Der Waldhof-Keeper, der sein Drittligadebüt gab, blieb Sieger.

Kurz darauf lag der Ball auf der anderen Seite wieder im Netz.

Maximilian Thalhammer machte im Mittelfeld Tempo und brachte Julian Rieckmann ins Spiel. Der Mittelfeldspieler nutzte den freien Raum und traf in der 29. Minute zum 0:2. Mannheim hatte aus seinen Möglichkeiten bis dahin fast das Maximum herausgeholt.

Voglsammer trifft noch vor der Pause

Rostock musste reagieren und kam unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff zurück. Nach einem langen Einwurf gelangte der Ball zu Andreas Voglsammer, der aus dem Rückraum abzog und in der ersten Minute der Nachspielzeit auf 1:2 verkürzte.

Der Zeitpunkt war für Mannheim ärgerlich. Statt mit zwei Toren Vorsprung ging es mit einem knappen 2:1 in die Kabine.

Davon ließ sich der Waldhof nach Wiederbeginn zunächst nichts anmerken.

Nur fünf Minuten nach der Pause spielte Kushtrim Asallari einen Ball in den Lauf von Lovis Bierschenk. Der 21-Jährige blieb vor Luca Unbehaun ruhig und erzielte das 1:3. Der alte Abstand war wiederhergestellt.

Rostock findet über Standards zurück

Wer nun mit einem ruhigeren Mannheimer Nachmittag gerechnet hatte, lag daneben.

Hansa antwortete praktisch umgehend. Nach einem langen Einwurf kam Bernie Lennemann im Strafraum zum Abschluss und verkürzte in der 55. Minute auf 2:3. Fünf Minuten später hatte Mannheim Glück, als Voglsammer einen Freistoß an die Latte setzte.

Das Spiel hatte sich inzwischen deutlich verändert. Rostock drängte nach vorne, Mannheim kam seltener zu längeren Ballbesitzphasen und musste immer häufiger in der eigenen Hälfte verteidigen.

Trainer Rui Mota versuchte mit Wechseln neue Kräfte zu bringen. Der Druck der Gastgeber blieb jedoch bestehen.

In der 76. Minute fiel der Ausgleich. Nach einer Rostocker Ecke kam Florian Carstens am ersten Pfosten zum Kopfball und verlängerte die Kugel ins lange Eck. 3:3.

Bemerkenswert: Alle drei Treffer der Gastgeber entstanden im Anschluss an Standardsituationen. Zwei lange Einwürfe und eine Ecke brachten Hansa zurück in eine Begegnung, in der Mannheim zeitweise komfortabel geführt hatte.

Gregório geht zu Boden, der Pfiff bleibt aus

Nach dem 3:3 war Rostock dem vierten Treffer zunächst näher. Der Waldhof musste sich neu sortieren und brachte offensiv nur noch wenige Aktionen bis vor das gegnerische Tor.

Eine Szene sorgte kurz vor Schluss trotzdem noch für Diskussionen.

Gonçalo Gregório ging im Rostocker Strafraum im Zweikampf mit Florian Bohnert zu Boden. Schiedsrichter Felix Weller entschied, die Partie weiterlaufen zu lassen. Die Mannheimer reklamierten einen Strafstoß. Auch der NDR wertete den Kontakt in seinem Spielbericht als mögliche beziehungsweise strittige Elfmeterszene.

Am Ergebnis änderte sich nichts mehr.

3:3.

Waldhof zeigt offensiv viel und gibt zu viel her

Für Mannheim ist der Punktgewinn in Rostock schwer einzuordnen. Vor dem Spiel wäre ein Remis im Ostseestadion sicherlich kein schlechtes Resultat gewesen. Nach einem 2:0 und einem 3:1 fühlt sich die Sache anders an.

Offensiv funktionierte vieles. Ulbricht, Rieckmann und Bierschenk nutzten ihre Möglichkeiten, während der Waldhof besonders in der ersten Hälfte immer wieder zielstrebig nach vorne kam. Das große Problem lag an diesem Nachmittag bei der Verteidigung ruhender Bälle.

Und genau dort dürfte Trainer Rui Mota ansetzen. Drei Gegentreffer nach Standards sind zu viel, erst recht in einem Spiel, das die eigene Mannschaft über längere Phasen unter Kontrolle hatte.

Nach dem 2:1 zum Saisonauftakt gegen Fortuna Düsseldorf steht der SV Waldhof Mannheim bei vier Punkten aus zwei Spielen. Hansa Rostock kommt nach dem 3:2 bei der TSG Hoffenheim II ebenfalls auf vier Zähler.

Spieldaten

F.C. Hansa Rostock – SV Waldhof Mannheim 3:3 (1:2)

Tore:
0:1 Julian Ulbricht (7.)
0:2 Julian Rieckmann (29.)
1:2 Andreas Voglsammer (45.+1)
1:3 Lovis Bierschenk (50.)
2:3 Bernie Lennemann (55.)
3:3 Florian Carstens (76.)

Schiedsrichter: Felix Weller
Zuschauer: 25.554
Spielort: Ostseestadion, Rostock

Foto © Bongarts/PIX-Sportfotos

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