Spielszene zwischen den Rhein-Neckar Löwen und dem VfL Gummersbach am 2. September 2026 in der SAP Arena Mannheim

Löwen verlieren Heimauftakt gegen Gummersbach mit 26:31

Beitrag teilen

Die SAP Arena war bereit für den ersten Heimabend der neuen Saison, und zunächst sah es auch auf dem Feld nach einem gelungenen Start aus. Die Rhein-Neckar Löwen hielten den VfL Gummersbach am Mittwoch, 2. September 2026, lange auf Augenhöhe, führten zwischenzeitlich mit drei Treffern und kämpften sich nach der Pause noch einmal bis auf ein Tor heran. Gereicht hat es nicht. Vor 5.086 Zuschauern setzte sich Gummersbach am Ende mit 31:26 durch.

Für die Löwen ist es nach dem knappen 31:32 bei der TSV Hannover-Burgdorf bereits die zweite Niederlage der noch jungen Bundesliga-Saison. Gummersbach dagegen holte nach dem 31:33 gegen Meister SC Magdeburg die ersten beiden Punkte.

Löwen drehen einen frühen Rückstand

Der Beginn gehörte zunächst den Gästen. Gummersbach ging schnell mit 2:0 in Führung, doch Mannheim brauchte nicht lange, um sich in die Partie zu arbeiten. Jannik Kohlbacher erzielte den ersten Löwen-Treffer des Abends, wenig später war beim 3:3 wieder alles offen.

Dann kam die stärkste Mannheimer Phase.

Edwin Aspenbäck sorgte für viel Druck aus dem Rückraum, Aron Seesing und Marius Steinhauser fanden ebenfalls ihre Abschlüsse. Nach 16 Minuten lagen die Löwen mit 8:5 vorne. David Späth steuerte im Tor wichtige Paraden bei und half mit, den Vorsprung zunächst zu halten.

Gummersbach blieb jedoch dran. Gerade in den letzten Minuten vor der Pause bekamen die Gäste besseren Zugriff und drehten die Partie noch vor dem Seitenwechsel. Aus einem 11:11 wurde eine 12:14-Halbzeitführung für den VfL.

Gummersbach kommt stärker aus der Kabine

Nach der Pause legten die Gäste direkt nach. Kay Smits traf zum 15:12, später wuchs der Abstand erstmals auf vier Tore. Mannheim musste nun deutlich mehr investieren, um überhaupt in Reichweite zu bleiben.

Ganz abschütteln ließen sich die Löwen trotzdem nicht.

Aron Seesing und Edwin Aspenbäck übernahmen offensiv Verantwortung, während Späth im Tor weiter Bälle wegnahm. Mitte der zweiten Hälfte führte Gummersbach mit 22:18, doch die Partie war noch längst nicht entschieden.

Die Löwen erhöhten das Tempo und kamen zurück.

Beim 22:23 ist wieder alles offen

In der Schlussphase wurde es noch einmal richtig eng. Mannheim verkürzte zunächst auf 20:22 und arbeitete sich wenig später sogar auf 22:23 heran. Die Arena war wieder voll da, Gummersbach geriet unter Druck.

Jetzt fehlte nur ein Treffer zum Ausgleich.

Doch genau in dieser Phase zeigte sich, warum der VfL zu den unangenehmsten Mannschaften der Liga gehört. Miro Schluroff und Nikola Roganović übernahmen im Rückraum, Bertram Obling hielt wichtige Würfe und nahm den Löwen immer wieder den möglichen Anschluss.

Ein weiterer Wendepunkt folgte in der 53. Minute. Gummersbachs Ellidi Vidarsson sah nach einem Foul die Rote Karte. Mannheim bekam einen Siebenmeter und damit die Chance, erneut näher heranzukommen.

Obling parierte.

Obling und Gummersbacher Rückraum entscheiden das Spiel

Dieser gehaltene Siebenmeter tat weh. Statt den Abstand zu verkürzen, musste Mannheim wenig später wieder einem größeren Rückstand hinterherlaufen.

Gummersbach blieb in den entscheidenden Angriffen ruhiger. Schluroff und Roganović erzielten jeweils neun Treffer und waren damit die prägenden Spieler des VfL. Auf Mannheimer Seite kamen Aron Seesing und Edwin Aspenbäck auf jeweils sechs Tore, Tim Nothdurft traf viermal.

Auch das Torhüterduell hatte Gewicht. David Späth kam auf elf Paraden, Bertram Obling auf 14. Besonders in der Schlussphase machte der Gummersbacher Schlussmann den Löwen das Leben schwer.

Mannheim riskierte in den letzten Minuten alles. Doch anstatt noch einmal heranzukommen, setzte sich der VfL entscheidend ab. Drei Treffer am Stück brachten Gummersbach kurz vor Schluss auf 30:25. Damit war die Partie entschieden.

Zwei Niederlagen, aber kein Fehlstart ohne Hoffnung

Das 26:31 fällt am Ende deutlicher aus, als es sich über weite Strecken angefühlt hatte. Mannheim führte in der ersten Hälfte, lag kurz vor Schluss noch mit einem Tor zurück und war lange mitten im Spiel.

Die entscheidenden Szenen gingen allerdings an Gummersbach. Genau dort liegt nach zwei Spieltagen die Baustelle. Bereits in Hannover fehlte den Löwen beim 31:32 nur wenig zu den ersten Punkten. Gegen den VfL waren die Möglichkeiten ebenfalls vorhanden, doch erneut blieb die Mannschaft in der entscheidenden Phase ohne Ertrag.

Nach zwei Spielen stehen die Rhein-Neckar Löwen damit bei 0:4 Punkten. Viel Zeit zum Ärgern bleibt nicht. Bereits am Samstag, 5. September 2026, wartet auswärts der Bergische HC.

Spieldaten

Rhein-Neckar Löwen – VfL Gummersbach 26:31 (12:14)

Beste Torschützen Rhein-Neckar Löwen:

Aron Seesing 6
Edwin Aspenbäck 6
Tim Nothdurft 4
Jannik Kohlbacher 3
Kentin Mahé 2
Robert Timmermeister 2

Beste Torschützen VfL Gummersbach:

Miro Schluroff 9
Nikola Roganović 9
Kay Smits 5
Kristjan Horžen 4

Rote Karte: Ellidi Vidarsson, VfL Gummersbach

Schiedsrichter: Lucas Hellbusch, Darnel Jansen

Zuschauer: 5.086

Spielort: SAP Arena, Mannheim

Foto © by Kösegi/PIX-Sportfotos

Beitrag teilen