FABOLOUS, EVE & NELLY – 02.06.2025, Festhalle Frankfurt
Am 2. Juni 2025 verwandelte sich die Frankfurter Festhalle in eine vibrierende Zeitkapsel: Drei Hip-Hop-Schwergewichte – Fabolous, Eve und Nelly – nahmen die rund 12.000 Fans mit auf eine energiegeladene Reise durch zwei Dekaden urbaner Musikgeschichte. Die Kombination aus Ostküsten-Coolness, Philly-Attitüde und Southern Swagger lieferte ein fast vierstündiges Hitfeuerwerk, das keine Wünsche offenließ.
FABOLOUS – Brooklyn Flow & Smoothness zum Auftakt
Fabolous eröffnete den Abend mit lässiger Eleganz. Schon beim Opener „You Be Killin’ ‚Em“ war klar: Der Mann hat nichts von seiner Coolness eingebüßt. Besonders eindrucksvoll: Der Übergang zum „Uh Oooh (Remix)”, einem Lumidee-Cover, der die frühen 2000er-Vibes sofort aufleben ließ.
Mit „Young’n“ und einem überraschenden „Rack City“-Cover (Tyga) bewies Fab, dass er die Brücke zwischen Old School und New Wave mühelos schlagen kann. Die Crowd zeigte sich spätestens bei „Can’t Let You Go“ textsicher. Mit den Klassikern „Make Me Better“ und „Breathe“ brachte er seinen Auftritt stilsicher zum Höhepunkt – präzise, charmant, nie überzogen.
EVE – Die First Lady reißt die Halle ab
Als Eve unter dem epischen Sample von „First Lady (Intro)“ die Bühne betrat, wurde klar: Hier steht eine Legende. Der Tribute-Moment mit „Ruff Ryders‘ Anthem“ (DMX) war nicht nur Gänsehaut pur, sondern auch eine Erinnerung daran, wie eng sie mit einer Ära des Hardcore-Rap verbunden ist.
Mit „Who’s That Girl?“ zeigte sie, warum sie eine der charismatischsten Frauen im Rap ist. Cover von Missy Elliott („Hot Boyz“) und Mary J. Blige („Not Today“) fügten sich nahtlos in ihre Setlist ein. Besonders beeindruckend war ihr Medley aus „Slippin’ / Party Up“ (DMX) – ein eindrucksvolles Gedenken mit wuchtiger Präsenz.
Als sie „Let Me Blow Ya Mind“ und „Tambourine“ zum Finale performte, bebte die Halle – tanzend, schreiend, vibrierend.
NELLY – Der Headliner liefert ein Hit-Feuerwerk
Nellys Auftritt war keine bloße Nostalgieshow – es war ein Triumphzug. Von der ersten Sekunde an war die Halle am Kochen. „Where the Party At“ mit den St. Lunatics setzte den Ton. Die Energie blieb hoch, egal ob bei „E.I.“, „Shake Ya Tailfeather“ oder dem legendären „Air Force Ones“.
Spätestens mit „Country Grammar“ brach der Saal komplett aus – ein kollektiver Throwback-Moment. Nelly wurde dabei von langjährigen Weggefährten wie Murphy Lee, City Spud und sogar J-Kwon („Tipsy“, „Hood Hop“) unterstützt – eine Art Mini-Reunion, die das Herz echter Fans höherschlagen ließ.
Die Highlights jagten sich: „Dilemma“ sorgte für Handylichter und Choräle, „Grillz“ für goldene Punchlines, „Hot in Herre“ für verschwitzte Euphorie. Zum krönenden Abschluss dann das emotionale „Just a Dream“ – ein fast sentimentaler Moment nach all dem Turn-up.
Was FABOLOUS, EVE und NELLY da auf die Bühne brachten, war mehr als nur ein Konzert – es war eine generationenübergreifende Feier des Hip-Hop. Die Performance war tight, die Crowd textsicher, die Energie konstant hoch. Drei Acts, drei Styles, ein gemeinsamer Nenner: Leidenschaft für Rap, R&B und die Kultur dahinter.
Für Fans ein Muss, für alle anderen ein intensiver Reminder daran, wie viel Power in 2000er-Hip-Hop steckt.
Text und Bilder by Jan Heesch
FABOLOUS
EVE
NELLY


























































