Emily Armstrong führt die Band mit emotionaler Wucht in eine neue Ära – Architects und JPEGMAFIA liefern packende Support-Sets – 45.000 Fans erleben ein musikalisches Erdbeben im Deutsche Bank Park.
Frankfurt, 8. Juli 2025 – Ein Abend, der mehr war als ein Konzert. Mit ihrem ersten von zwei ausverkauften Konzerten im Frankfurter Deutsche Bank Park melden sich Linkin Park eindrucksvoll zurück. 45.000 Fans werden Zeugen einer Show, die mit Wucht, Emotion und visueller Macht gleichermaßen begeistert. Es ist das erste Frankfurt-Konzert der Band seit Jahren – und zugleich der Startschuss für eine neue Ära: Emily Armstrong, neue Frontfrau der Band, führt Linkin Park mit stimmlicher Präsenz und emotionaler Tiefe in die Zukunft.
Support-Acts mit Kante: JPEGMAFIA & Architects
Schon vor dem Headliner beweist das Line-up außergewöhnliches Gespür: JPEGMAFIA eröffnet den Abend mit einem kompromisslosen Set aus Industrial-Hip-Hop, Noise und Samples, die provozieren und faszinieren. Sein Sound ist nicht für jedermann – aber für viele ein herausfordernder Appetizer auf das Kommende.
Architects, die britischen Metalcore-Schwergewichte, machen nahtlos weiter. Mit Tracks wie „Doomsday“ oder „Animals“ bringen sie das Stadion zum Kochen. Frontmann Sam Carter liefert nicht nur stimmlich ab – er bringt sich später auch in „One Step Closer“ als Special Guest ein und sorgt damit für einen der lautesten Gänsehaut-Momente des Abends.
Ein epischer Auftakt: Countdown zur Wiedergeburt
Was dann folgt, ist keine gewöhnliche Konzert-Eröffnung. Ein zehnminütiger Countdown auf der LED-Wand baut Spannung auf, während sich die Fans erwartungsvoll in Richtung Bühne orientieren. Kurz vor dem Start ertönt plötzlich Peter Wackels „Wir wollen doch nur feiern“ – ein humorvoller Gruß an das feierfreudige Frankfurter Publikum, der für Lacher und Applaus sorgt. Dann: Dunkelheit. Ein einziger Gitarrenakkord zerreißt die Stille. Linkin Park betreten die Bühne.
Emily Armstrong – neue Stimme, neues Gefühl
Schon mit dem Opener „Somewhere I Belong“ wird klar: Emily Armstrong ist kein Ersatz für Chester Bennington – sie ist eine eigene Kraft. Mit rauer Intensität und einer Stimme, die zwischen Verletzlichkeit und roher Power changiert, interpretiert sie Klassiker wie „Lying From You“, „Points of Authority“ oder „Waiting for the End“ auf bewegende Weise neu. Dabei bleibt sie der Seele der Songs treu, ohne je ins Imitat zu rutschen.
Zwischen Vergangenheit und Zukunft: Eine Setlist mit Konzept
Das Konzert folgt einem klaren dramaturgischen Aufbau in vier Akten – durchzogen von atmosphärischen Intros, Videosequenzen und Soundübergängen. Klassiker treffen auf neues Material: „The Catalyst“, „Castle of Glass“ und das emotionale „Lost“ fließen nahtlos in frische Tracks wie „Up From the Bottom“, „Overflow“ und das rhythmisch packende „Let You Fade“. Hier zeigt sich: Linkin Park ruhen sich nicht auf ihrem Vermächtnis aus – sie schreiben es weiter.
Ein besonderes Highlight ist der Solo-Block: Mike Shinoda bringt mit einem Medley aus „Where’d You Go“, „Remember the Name“ und „Until It Breaks“ seine Vielseitigkeit auf die Bühne, während DJ Joe Hahn und Drummer Colin Brittain mit einer fulminanten Live-Session die Sinne fordern.
Finale mit Symbolkraft: In the End – and beyond
Als „In the End“ erklingt, verschmelzen Bühne und Publikum zu einer emotionalen Einheit. 45.000 Stimmen singen jede Zeile – ein kollektives Gedenken an Chester, ein kraftvoller Akt der Verbundenheit. Die Setlist endet mit einem Zugabenblock, der nichts schuldig bleibt: „Papercut“ im 2024-Remix, das epische „Heavy Is the Crown“ und ein eruptives „Bleed It Out“ samt „A Place for My Head“-Verse setzen den Schlusspunkt unter ein Konzert, das sich eingebrannt hat.
Linkin Park beweisen ihre Relevanz – 2025 und darüber hinaus
Der Abend im Deutsche Bank Park war mehr als ein Comeback – es war eine Neudefinition. Linkin Park 2025 sind kein Abbild ihrer Vergangenheit, sondern ein lebendiger, kreativer Organismus, der sich weiterentwickelt. Mit Emily Armstrong gewinnt die Band neue Ausdruckskraft, ohne ihre DNA zu verlieren. Die Show in Frankfurt war nicht nur ein Highlight des Konzertjahres – sie war ein Meilenstein in der Geschichte moderner Rockmusik.
Setlist – Linkin Park, Frankfurt 08.07.2025
Act I:
- Inception Intro C (mit Elementen von „Burn It Down“)
- Somewhere I Belong
- Lying From You
- Cut the Bridge (Moscow Intro)
- Points of Authority
- The Emptiness Machine
Act II:
- Creation Intro C
- The Catalyst (kurz)
- Burn It Down
- Up From the Bottom
- Where’d You Go (Fort Minor, gekürzt)
- Waiting for the End
- Castle of Glass
- Two Faced (Extended Bridge)
- Joe Hahn & Colin Brittain Solo
- Empty Spaces
- When They Come for Me / Remember the Name (Medley)
- Keys to the Kingdom
- One Step Closer (feat. Sam Carter)
Act III:
- Break/Collapse
- Lost (Hybrid Piano Version)
- Stained
- What I’ve Done
Act IV:
- Kintsugi
- Overflow (Intro: „Nothing Makes Sense Anymore“)
- Numb (Intro: „Numb/Encore“)
- Let You Fade (Extended)
- In the End
- Faint (Extended Outro)
Encore:
- Resolution Intro C
- Papercut (2024 Intro)
- Heavy Is the Crown
- Bleed It Out (mit „A Place for My Head“-Verse)
Fotos & Text © by Boris Korpak | Bokopictures


















































































