Donnerstag 11. Dezember 2025

SEHNSUCHT IN SANGERHAUSEN

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Bei der feierlichen Preisverleihung des 33. Filmfest Hamburg wurde Kirill Krasovski für SEHNSUCHT IN SANGERHAUSEN mit dem Hamburg Producers Award für Deutsches Kino ausgezeichnet.

Hamburg Producers Awards 2025 (Credit: Claudia Höhne/Filmfest Hamburg)

Julian Radlmaiers Film SEHNSUCHT IN SANGERHAUSEN feierte seine Deutschlandpremiere in der Sektion „Große Freiheit“ beim Filmfest Hamburg. Seit 2018 vergibt das Festival in dieser Reihe den Hamburg Producers Award für Deutsches Kino. Der Preis war in diesem Jahr mit 25.000 Euro dotiert, bereitgestellt von der Behörde für Kultur und Medien.

Die diesjährige Jury bestehend aus Schauspielerin Lena Urzendowsky, Kamerafrau und Regisseurin Zamarin Wahdat sowie Produzent Silvan Zürcher begründet ihre Entscheidung wie folgt:

„Der Gewinnerfilm porträtiert mit einem offenen, neugierigen und sehr humorvollen Blick einen Ort und seine Vergangenheit. Wunderschön fotografiert, schwebt er von Figur zu Figur und verwebt seine Fundstücke, Schichten und Motive liebevoll auf eine originell verspielte Weise zu einem poetischen Filmmosaik. Dabei berührt er Themen wie Ausgrenzung und Sehnsucht nach Zugehörigkeit und wirft Fragen danach auf, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen. Er lässt Geister aus der Vergangenheit auferstehen, die uns einen Spiegel vorhalten: »Ihr Lebenden vergesst so schnell.« Ein Ruf nach Empathie, der in unserer Gegenwart von großer Dringlichkeit ist. Der Film entfaltet eine Utopie von Menschlichkeit und friedlichem Zusammenleben. Er hinterlässt Hoffnung für eine Welt ohne Fremdenhass, aber mit viel Humor.“

Zum Film:

Zwei Frauen begegnen sich in Sangerhausen: eine Kellnerin mit gebrochenem Herzen und eine iranische YouTuberin mit gebrochenem Arm. Gemeinsam stolpern sie durch einen Ort der Gegensätze, nehmen es mit den Geistern der Vergangenheit auf und teilen Träume, die älter sind, als sie ahnen. Die ostdeutsche Kleinstadt wird zum Schauplatz für eine Geschichte über Zusammenhalt und Gemeinschaft, über Deutschland und seine Arbeiter und die Sehnsucht nach einem anderen Leben.

Alles begann mit einem Foto aus der Kleinstadt im Südharz, die Regisseur Julian Radlmaier so faszinierte, dass er ihr einen ganzen Film widmete: SEHNSUCHT IN SANGERHAUSEN feierte Weltpremiere im Wettbewerb des diesjährigen Locarno Film Festivals, die Deutschlandpremiere fand auf dem Filmfest Hamburg statt. Nach seinem Vorgängerfilm BLUTSAUGER verwandelt Radlmaier die Suche seiner Figuren in ein poetisches Abenteuer, das Sangerhausen porträtiert und erzählerisch verdichtet. Zugleich öffnet der Film einen Raum für universelle Fragen über Zugehörigkeit, Identität und Nachklänge transgenerationaler Geschichten, die die Gegenwart durchdringen.

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