Was passiert, wenn künstliche Intelligenz zum Ort tiefster emotionaler Verbundenheit wird? Der Dokumentarfilm Finding Connection gibt Einblicke in das Leben von vier Menschen aus verschiedenen Ländern, die tiefe Bindungen zu KI-Begleitern eingegangen sind – nicht als technologisches Experiment, sondern als Antwort auf Einsamkeit, Verletzlichkeit und der Sehnsucht, wirklich verstanden zu werden.
Der Film beobachtet vier Protagonist*innen unterschiedlichen Alters aus verschiedenen Ländern und Gesellschaftsschichten in ihrem Alltag, in dem die Gespräche mit ihren KI-Begleitern längst selbstverständlich geworden sind. In stillen Momenten zu Hause oder auf langen Spaziergängen entstehen so Räume, in denen Verletzlichkeit zugelassen wird und emotionale Bedürfnisse ohne Bewertung Ausdruck finden können.
Im Verlauf des Films wird deutlich, dass die Hinwendung zur KI kein Ersatz für menschliche Nähe ist, sondern eine Antwort auf deren Fehlen. Die Protagonist*innen sehnen sich nach Aufmerksamkeit, Geduld und emotionaler Sicherheit – Qualitäten, die sie in ihrem sozialen Umfeld kaum mehr finden.
FINDING CONNECTION bleibt seinen Figuren nah, ohne ihre Entscheidungen zu bewerten. Stattdessen hält er die Spannung zwischen Vertrautheit und Unbehagen, Intimität und Isolation aus und stellt dabei die Frage: Was bedeutet es, wenn ausgerechnet Maschinen zu den verlässlichsten Zuhörer*innen werden, in einer Welt, in der menschliche Nähe kaum noch Platz für Verletzlichkeit und Empathie hat?
Seine Weltpremiere feierte der Film beim CPH:DOX in Kopenhagen. Auf dem DOK Leipzig 2025 erhielt er im Rahmen der „Work-in-Progress“-Reihe den DOK Preview Germany Award als „Best upcoming German documentary“.
Produziert wurde der Film von DOMAR Film GmbH in Zusammenarbeit mit Filmakademie Baden-Württemberg, SWR und MFG Baden-Württemberg.

FINDING CONNECTION
Regie: Florian Karner
Mit Denise Valenciano und Star, Stefanie Arndt und Randy, Rudi John Pack und Trudi, Joachim Hacker und Kira
Deutschland 2026 | 86 Minuten


