Spielszene zwischen den MLP Academics Heidelberg und den ETB Miners Essen am 2. Oktober 2026 im SNP dome Heidelberg

Academics feiern 118:74-Heimsieg gegen ETB Miners

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Ein Heimauftakt nach Maß: Die MLP Academics Heidelberg haben am Freitagabend, 2. Oktober 2026, die ETB Miners Essen mit 118:74 deutlich geschlagen und damit auch ihr zweites Spiel in der neuen ProA-Saison gewonnen. Vor 2.973 Zuschauern im SNP dome übernahm Heidelberg früh die Kontrolle und ließ dem Aufsteiger spätestens im zweiten Viertel kaum noch Luft. Erol Ersek wurde mit 17 Punkten bester Werfer der Gastgeber, alle eingesetzten Heidelberger Spieler trugen sich in die Punkteliste ein.

Nach dem spektakulären 83:75-Comeback zum Saisonauftakt in Tübingen wollte die Mannschaft von Carlo Finetti diesmal nicht erst einen großen Rückstand aufholen müssen. Genau das war von Beginn an zu sehen.

Heidelberg startet diesmal hellwach

Die Academics waren sofort präsent. Frank Champion setzte früh Akzente, Chuck Harris störte mehrfach die Essener Passwege und Heidelberg kam über Ballgewinne zu einfachen Punkten.

Nach vier Minuten stand es bereits 15:6.

Essen nahm die erste Auszeit, fand danach kurz etwas besser in die Partie und kam auf 15:11 heran. Heidelberg ließ sich davon aber nicht aus dem Rhythmus bringen. Erol Ersek antwortete mit fünf Punkten in Serie, auch aus der Distanz fiel der Ball zuverlässig.

Nach zehn Minuten führten die Academics mit 32:23.

Ein komplett anderer Start als eine Woche zuvor in Tübingen.

12:2-Lauf sorgt früh für klare Verhältnisse

Im zweiten Viertel wurde der Unterschied deutlich.

Nick Muszynski nutzte seine Vorteile unter dem Korb, während Heidelberg weiter schnell spielte und den Ball gut bewegte. Mit einem 12:2-Lauf zog die Mannschaft auf 44:25 davon.

Jetzt gerieten die Miners zunehmend unter Druck.

Heidelberg traf in dieser Phase sowohl aus der Distanz als auch in Korbnähe hochprozentig. Gleichzeitig machte die Defensive die Räume enger. Essen bekam kaum noch einfache Abschlüsse und musste viele Angriffe unter Zeitdruck beenden.

Mitte des zweiten Viertels betrug der Vorsprung bereits 25 Punkte.

Zur Halbzeit stand es 66:34.

32 Punkte Differenz nach 20 Minuten.

Die Partie war praktisch entschieden.

Brenneke und Harris übernehmen Verantwortung

Bemerkenswert war, wie breit Heidelberg offensiv aufgestellt war.

Zur Pause hatten bereits mehrere Spieler zweistellig gepunktet. Lorenz Brenneke stand bei 14 Zählern, Chuck Harrisbei 13 und Champion bei elf. Fast jeder eingesetzte Spieler hatte bereits einen Beitrag geleistet.

Auch nach der Pause ließ Heidelberg nicht locker.

Niklas Würzner eröffnete das dritte Viertel mit einem Dreier, Brenneke legte wenig später einen Fastbreak-Dunking nach. Die Academics spielten weiter mit Tempo und erhöhten ihren Vorsprung kontinuierlich.

Beim 84:39 Mitte des dritten Viertels waren es bereits 45 Punkte Differenz.

Felix Diez trifft direkt bei seinem ProA-Debüt

Auch die jungen Spieler bekamen nun ihre Minuten.

Felix Diez, der für den verletzten Dominic Vengert in den Kader gerückt war, kam kurz vor Ende des dritten Viertels zu seinem ersten ProA-Einsatz.

Der 20-Jährige brauchte nicht lange.

Mit der letzten Aktion des Viertels bekam Diez den Ball an der Dreierlinie und traf mit Ablauf der Uhr. Damit hatte auch der letzte eingesetzte Heidelberger Spieler gepunktet.

Mit 94:47 ging es in das letzte Viertel.

Ersek macht die 100 voll

Die Partie war längst entschieden, Heidelberg blieb offensiv trotzdem konzentriert.

In der 32. Minute erzielte Erol Ersek per Freiwurf den 100. Punkt des Abends. Der Österreicher war mit insgesamt 17 Punkten bester Werfer der Academics und traf vier seiner sechs Dreier.

Brenneke kam auf 16 Punkte, Harris auf 15, Paul Zipser auf 14 und Champion auf elf.

Heidelberg traf insgesamt 18 Dreier bei 38 Versuchen und kam damit auf starke 47 Prozent von außen.

Essen konnte im Schlussviertel zwar noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, mehr war nicht mehr drin.

Nach 40 Minuten stand ein deutliches 118:74.

Zweiter Sieg im zweiten Ligaspiel

Für die Academics ist der Saisonstart damit gelungen.

In Tübingen hatte Heidelberg noch einen 18-Punkte-Rückstand drehen müssen. Gegen Essen zeigte die Mannschaft nun von Beginn an genau die Intensität, die zuletzt erst nach der Halbzeit zu sehen gewesen war.

Die Unterschiede waren früh sichtbar: Heidelberg spielte schneller, verteidigte aggressiver und traf hochprozentig.

Der Sieg fiel am Ende auch deshalb so deutlich aus, weil die Last auf viele Schultern verteilt war. Elf Spieler punkteten, fünf davon zweistellig.

Für Essen war Darius Dawson mit 16 Punkten bester Werfer. Jeremy Frederici kam auf elf Zähler.

Viel Zeit zum Ausruhen bleibt Heidelberg nicht. Bereits am Sonntag, 4. Oktober 2026, steht das Auswärtsspiel bei der Orange Academy in Ulm an.

Spieldaten

MLP Academics Heidelberg – ETB Miners Essen 118:74 (66:34)

Viertel:
32:23
34:11
28:13
24:27

Beste Werfer MLP Academics Heidelberg:
Erol Ersek 17
Lorenz Brenneke 16
Chuck Harris 15
Paul Zipser 14
Frank Champion 11
Michael McClain 9
Felix Diez 8
Nick Muszynski 8
Cantia Rahming 8
Joschka Ferner 6
Niklas Würzner 6

Beste Werfer ETB Miners Essen:
Darius Dawson 16
Jeremy Frederici 11
Almstedt 9
Isaiah Sanders 8
Mann 7

Zuschauer:
2.973

Spielort:
SNP dome, Heidelberg

Foto © by Adler/PIX-Sportfotos

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