Spielszene zwischen der HSG Wetzlar und den Rhein-Neckar Löwen am 2. Oktober 2026 in der Buderus Arena

Löwen verspielen Vorsprung und retten Punkt in Wetzlar

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Sechs Tore Vorsprung, später drei Treffer zurück und am Ende doch noch ein Punkt: Die Rhein-Neckar Löwen haben sich am Freitagabend, 2. Oktober 2026, bei der HSG Wetzlar mit 30:30 getrennt. Nach einer starken ersten Hälfte führte die Mannschaft von Maik Machulla zur Pause mit 16:13 und hatte zwischenzeitlich sogar mit sechs Toren vorne gelegen. Nach dem Seitenwechsel drehte Wetzlar die Partie komplett. Erst in einer hektischen Schlussphase kämpften sich die Löwen zurück. Vor 3.616 Zuschauern in der Buderus Arena blieb es schließlich bei der Punkteteilung.

Nach dem 30:28-Heimsieg gegen die MT Melsungen wollten die Löwen nachlegen. In den ersten 20 Minuten sah es auch genau danach aus.

Löwen erwischen den deutlich besseren Start

Mannheim begann konzentriert und verteidigte aggressiv. Dahinter war David Späth sofort präsent und gab seiner Mannschaft mit mehreren Paraden Sicherheit.

Im Angriff übernahm vor allem Haukur Þrastarson früh Verantwortung. Auch Dani Baijens und Edwin Aspenbäck fanden immer wieder Lücken in der Wetzlarer Defensive.

Nach 19 Minuten stand es 12:6 für die Löwen. Sechs Tore Vorsprung auswärts. Die Partie schien zunächst klar in Mannheimer Richtung zu laufen.

Doch Wetzlar fand noch vor der Pause zurück.

Wetzlar verkürzt trotz Roter Karte

Die Gastgeber stabilisierten ihre Abwehr und bekamen mit Bart Ravensbergen einen immer stärkeren Rückhalt im Tor. Aus einem 9:14 machte Wetzlar mit drei Treffern in Serie ein 12:14.

Dann folgte der nächste Rückschlag für die HSG. Dominik Mappes sah in der 27. Minute nach einer Abwehraktion auf der Außenposition die Rote Karte. Trotzdem ließ sich Wetzlar nicht abschütteln.

Mannheim nahm schließlich nur noch einen Drei-Tore-Vorsprung mit in die Kabine.

13:16.

Die komfortable Führung war weg, aber die Löwen hatten das Spiel weiterhin in der Hand.

Ravensbergen verändert die Partie

Nach dem Seitenwechsel sah das völlig anders aus.

Wetzlar verteidigte jetzt deutlich kompakter und Ravensbergen wurde zum entscheidenden Faktor. Der HSG-Torhüter sammelte Parade um Parade und brachte die Halle zurück ins Spiel. Am Ende sollte er 17 Würfe entschärfen.

Die Löwen taten sich zunehmend schwer, ihre Angriffe sauber auszuspielen. Dazu kamen technische Fehler und vergebene Chancen.

Wetzlar nutzte das.

Tomas Piroch traf in der 45. Minute zum 22:22. Nur einen Angriff später brachte Niklas Theiß die Gastgeber erstmals überhaupt an diesem Abend in Führung.

23:22.

Das Spiel war vollständig gekippt.

Aus sechs Toren Vorsprung werden drei Tore Rückstand

Wetzlar spielte sich nun in einen Lauf. Beim 26:23 und wenig später beim 27:24 lagen die Gastgeber jeweils mit drei Treffern vorne.

Zweimal hatte die HSG sogar die Chance, auf vier Tore davonzuziehen. Zweimal stand der Pfosten im Weg.

Für Mannheim waren genau diese Szenen wichtig. Die Löwen blieben in Reichweite.

Späth hielt weiter dagegen, vorne übernahmen Þrastarson, Baijens und Aspenbäck Verantwortung.

Drei Minuten vor dem Ende war der Rückstand komplett aufgeholt.

28:28.

Jetzt begann ein Schlussakt, in dem praktisch jeder Angriff zählte.

Baijens und Steenaerts retten den Punkt

Wetzlar legte durch Niklas Theiß erneut zum 29:28 vor. Mannheim antwortete sofort.

Dani Baijens nahm nach schneller Mitte das Tempo auf und erzielte das 29:29.

92 Sekunden vor dem Ende traf Ahmed Nafea von Linksaußen zum 30:29 für die HSG. Wieder mussten die Löwen reagieren.

Diesmal war Gino Steenaerts zur Stelle.

30:30.

Noch war die Partie nicht vorbei.

17 Sekunden vor Schluss kassierten die Löwen eine Zwei-Minuten-Strafe. Wetzlar bekam damit in Überzahl tatsächlich noch die Gelegenheit zum Siegtreffer.

Doch die Gastgeber fanden keine klare Wurfposition mehr.

Schlusssirene.

Punkteteilung.

Späth und Þrastarson führen die Löwen an

Bester Mannheimer Werfer war Haukur Þrastarson mit sieben Treffern. Dani Baijens und Edwin Aspenbäck erzielten jeweils sechs Tore. Aron Seesing und Gino Steenaerts kamen auf drei Treffer, Tim Nothdurft auf zwei.

Späth beendete die Partie mit 16 Paraden und erzielte zusätzlich zwei Treffer selbst. Mike Jensen kam bei einem Siebenmeter zum Einsatz und parierte ebenfalls.

Auf Wetzlarer Seite war Niklas Theiß mit neun Toren der erfolgreichste Schütze. Fynn Akakpo und Ahmed Nafea erzielten jeweils vier Treffer.

Ravensbergen war mit seinen 17 Paraden einer der Hauptgründe dafür, dass Wetzlar nach dem schwachen Start überhaupt noch in die Partie zurückfand.

Ein Punkt mit zwei Seiten

Für die Löwen dürfte dieses 30:30 unterschiedlich zu bewerten sein.

Nach der ersten Hälfte und einer zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Führung war definitiv mehr möglich. Die Mannschaft verlor nach der Pause jedoch den Zugriff und lag in der Schlussphase selbst mit drei Treffern zurück.

Dass Mannheim daraus noch einen Punkt machte, spricht wiederum für die Moral der Mannschaft.

Nach sieben Bundesliga-Spielen stehen die Rhein-Neckar Löwen nun bei 7:7 Punkten. Wetzlar kommt nach dem Remis auf 2:12 Zähler und wartet weiter auf den ersten Saisonsieg.

Weiter geht es für die Löwen am Donnerstag, 8. Oktober 2026, mit dem Heimspiel gegen den ThSV Eisenach.

Spieldaten

HSG Wetzlar – Rhein-Neckar Löwen 30:30 (13:16)

Beste Torschützen HSG Wetzlar:
Niklas Theiß 9
Fynn Akakpo 4
Ahmed Nafea 4
Dominik Mappes 3
Lasse Balstad Læsø 3
Tobias Kirschner 3/2

Beste Torschützen Rhein-Neckar Löwen:
Haukur Þrastarson 7
Dani Baijens 6
Edwin Aspenbäck 6
Aron Seesing 3
Gino Steenaerts 3
Tim Nothdurft 2
Jacob Lassen 1

Torhüter Rhein-Neckar Löwen:
David Späth – 16 Paraden
Mike Jensen – 1 Parade

Rote Karte:
Dominik Mappes, HSG Wetzlar (27.)

Schiedsrichter:
Baumgart / Dinges

Zuschauer:
3.616

Spielort:
Buderus Arena, Wetzlar

Foto © by Röczey/PIX-Sportfotos

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