Mängelmelder: Mehr als 1.400 Anliegen gelöst

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2.019 Hinweise in neun Monaten – 83 Prozent abgeschlossen – Stadt dankt Bürgerschaft und Beschäftigten und entwickelt Abläufe weiter

Der Frankenthaler Mängelmelder hat sich in zwei Jahren als fester Bestandteil der Kommunikation zwischen Bürgerschaft und Stadtverwaltung etabliert.

Allein von Januar bis Ende September 2026 gingen 2.019 Meldungen ein. Zum Zeitpunkt der Auswertung am 30. September waren 1.665 Vorgänge und damit rund 83 Prozent bereits abgeschlossen. 1.438 Anliegen konnten konkret gelöst und damit Verbesserungen im Stadtgebiet erreicht werden. 91 Meldungen wurden überwiegend wegen Doppelmeldungen abgelehnt, 136 Vorgänge beispielsweise wegen fehlender Zuständigkeit abgeschlossen oder an andere, zuständige Stellen weitergeleitet. Besonders häufig nutzten die Bürgerinnen und Bürger den Mängelmelder für Hinweise zu Müll und Sauberkeit, gefolgt von Straßenschäden und Mängeln auf Grünflächen.  

„Hinter diesen Zahlen stehen mehr als 1.400 konkrete Verbesserungen in unserer Stadt“, sagt Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer. „Die Bürgerinnen und Bürger geben Hinweise, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich darum. Genau dieses Zusammenspiel schafft Verlässlichkeit und macht den Mängelmelder zu einem wichtigen und wirkungsvollen Instrument der Bürgerkommunikation.“

Ein Instrument, das sich etabliert hat

Die Einführung des zentralen Mängelmelders hatte Meyer zu Beginn seiner Amtszeit angestoßen. 2024 wurde zunächst das unmittelbar beim Oberbürgermeister angesiedelte Ideen- und Beschwerdemanagement eingerichtet und anschließend die zentrale digitale Mängelmelder-Plattform eingeführt. 

Betreut und weiterentwickelt wird das Ideen- und Beschwerdemanagement von Julia Gandyra. Sie begleitet auch komplexere Vorgänge, hakt bei Bedarf innerhalb der 

Verwaltung nach und wertet wiederkehrende Anliegen aus, um daraus Verbesserungen für die Verwaltungsabläufe abzuleiten.

„Frau Gandyra hat diesen Bereich mit viel Engagement und Beharrlichkeit aufgebaut und gemeinsam mit den beteiligten Kolleginnen und Kollegen kontinuierlich weiterentwickelt. Gerade bei komplexeren Anliegen ist es wichtig, dass jemand den Gesamtprozess im Blick behält. Dafür gilt ihr mein ausdrücklicher Dank und meine Anerkennung“, so Meyer.

Von der schnellen Hilfe bis zum komplexen Verfahren

Nicht jede Meldung lässt sich gleich schnell erledigen. Wilder Müll oder Verschmutzungen können häufig kurzfristig beseitigt werden. Schäden an Straßen, Gehwegen oder anderen Verkehrsanlagen erfordern dagegen teilweise umfangreichere fachliche Prüfungen. Je nach Straße können unterschiedliche Straßenbaulastträger – Stadt, Land oder Bund – zuständig sein. Hinzu kommen Abstimmungen, technische Anforderungen und die Verkehrssicherheit. Größere bauliche Eingriffe müssen fachgerecht geplant und dauerhaft ausgeführt werden und können deshalb mehr Zeit benötigen.

„Wir wissen deshalb auch, dass hinter einer guten Gesamtbilanz ein einzelner Fall stehen kann, bei dem eine Bürgerin oder ein Bürger länger auf eine Lösung wartet“, betont Meyer. „Manches lässt sich innerhalb weniger Stunden oder Tage erledigen, anderes benötigt Abstimmung, Planung oder finanzielle Mittel. Entscheidend ist, dass wir solche Anliegen im Blick behalten und gerade bei längeren Verfahren verlässlich kommunizieren.“

Die Erfahrungen aus dem Mängelmelder nutzt die Stadt deshalb auch zur weiteren Professionalisierung ihrer Abläufe. Zuständigkeiten und Vertretungen, Wiedervorlagen, Eskalationswege sowie die Kommunikation bei länger dauernden Vorgängen werden kontinuierlich überprüft und weiter geschärft.

EWF bearbeitet den Großteil der Meldungen

Besonders positiv fällt die Bilanz beim Eigen- und Wirtschaftsbetrieb Frankenthal (EWF) aus. Dort lagen zum Zeitpunkt der Auswertung am 30. September 1.351 Meldungen in der Zuständigkeit, 1.116 davon konnten konkret gelöst werden.   

Für Meyer ist dies vor allem Anlass für Dank und Anerkennung: „Hinter dieser Zahl steckt sehr viel tägliche Arbeit, die leicht übersehen wird. Jede Meldung muss angeschaut, geprüft, zugeordnet, bearbeitet und dokumentiert werden – zusätzlich zum normalen Tagesgeschäft. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind dafür im gesamten Stadtgebiet unterwegs, packen an und finden häufig schnell und unkompliziert Lösungen. Das trägt unmittelbar zu Sauberkeit, Ordnung, Verlässlichkeit und Lebensqualität bei. Diese Arbeit wird gesehen – und sie verdient unseren Respekt und unsere Anerkennung.“ 

Mit einem Augenzwinkern ergänzt Meyer: „Wer mich kennt, weiß, dass auch ich nur schwer an herumliegendem Müll vorbeigehen kann und schon einmal selbst etwas aufhebe und zum nächsten Mülleimer bringe. Dahinter steckt ein ganz einfacher Gedanke: Frankenthal ist unsere Stadt – und gemeinsam kümmern wir uns darum.“

Danke fürs Hinschauen und Anpacken

Auch den Bürgerinnen und Bürgern dankt Meyer ausdrücklich für die intensive Nutzung des Mängelmelders. Denn die Beschäftigten der Stadt könnten nicht gleichzeitig jede Straße, jeden Weg, jeden Spielplatz und jede Grünanlage im Blick haben. Genaue Ortsangaben, eine kurze Beschreibung und möglichst ein Foto erleichtern dabei die schnelle Zuordnung und Bearbeitung.

„Die Frankenthalerinnen und Frankenthaler sind wichtige zusätzliche Augen und Ohren für ihre Stadt. Wer uns einen Hinweis gibt, hilft uns – und wer anschließend in der Verwaltung oder beim EWF daraus eine Lösung macht, genauso“, sagt Meyer.

Der Oberbürgermeister abschließend: „Mehr als 1.400 gelöste Anliegen in neun Monaten sind für mich vor allem eine Gemeinschaftsleistung. Danke an alle, die hinschauen, melden, nachhalten und anpacken. Und gleichzeitig bleiben wir dran: Wir lernen aus den Fällen und entwickeln unsere Abläufe weiter. So machen wir Frankenthal gemeinsam Stück für Stück besser.“

Der Mängelmelder des Anbieters Wer denkt was ist als Desktopversion unter www.frankenthal.de/mängelmelder oder über die Frankenthal App verfügbar. 

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