Mannheim / Auen, 14. Mai 2025
Wenn am 25. und 26. Juli 2025 das 200-Einwohner-Dorf Auen im rheinland-pfälzischen Nahe-Hunsrück-Raum erneut zum Schauplatz eines genreübergreifenden Musik- und Kulturfestivals wird, trägt auch Mannheim entscheidend dazu bei. Das Festival „Auf Anfang! Musik, Kunst & Solidarität“, das in diesem Jahr zum fünften Mal stattfindet, ist nicht nur ein kulturelles und prodemokratisches Leuchtturmprojekt im ländlichen Raum – es ist seit Jahren auch ein popkulturelles Aushängeschild der UNESCO City of Music.
Organisiert wird das Festival ehrenamtlich vom in Mannheim ansässigen Verein Initiative für Freizeit und Musikkultur e.V. (IFM), der sich für kulturelle Teilhabe und Demokratieförderung auf dem Land einsetzt. Für den Vereinsvorsitzenden Norman Schäfer, gebürtig aus Auen und seit 15 Jahren in Mannheim bei den Reiss-Engelhorn-Museen tätig, zeigt das Festival, wie mit Musik, Kunst und Haltung selbst ein kleines Dorf zu einem Leuchtturm für Vielfalt, Kreativität und prodemokratisches Empowerment wird.
Musik trifft Haltung – Mannheim mittendrin
Das Line-Up umfasst insgesamt rund 20 Acts – von Post-Punk, Indie und Hip-Hop bis hin zu Electro, Funk und Singer-Songwriter. Schon seit der ersten Festivalausgabe steckt viel Mannheim im Festivalprogramm. Dieses Jahr sind aus der Quadratestadt David Julian Kirchner, Chaoze One & Venti Band, DMan (Dirk Mantei), das Trommeltrubel-Kollektiv, der IG POP Thekenchor sowie der Künstler Emre Yazar mit dabei. Neben den Mannheimer Künstler:innen zählen u.a. Knarf Rellöm Arkestra (Hamburg), Kraus (Hamburg), Paulinko (Düsseldorf) und Lukja (Gent) zu den diesjährigen Highlights. Nicht zuletzt sind auch regionale Bands Teil des Festivalkonzepts.
Aber nicht nur zahlreiche Künstler:innen aus Mannheim prägen das Programm von ‚Auf Anfang!‘ – auch immer mehr Mitglieder und Besucher:innen aus Mannheim zieht es zum Festival, das mit dem Auto in gut einer Stunde erreichbar ist. Die Vernetzung findet auf allen Ebenen statt.
Kultureller und prodemokratischer Leuchtturm in strukturschwacher Region
„Auf Anfang!“ bespielt bewusst einen peripheren ländlichen Raum. Hier, wo es keine oder viel zu wenige Konzertstätten, Jugendangebote oder soziokulturelle Zentren gibt, schafft das Festival neue Begegnungsräume und Impulse für gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Kulturelle Teilhabe, die Verbindung von Stadt und Land sowie demokratisches Empowerment sind zentrale Anliegen des Festivals. Neben Konzerten bietet das Programm etwa eine multimediale Ausstellung und Performance zum IFM-Projekt „2044 – Chronik einer verlorenen Zukunft“. Das teils in Mannheim und im Nahe-Hunsrück spielende Projekt mahnt aus einer dystopischen Zukunft im Jahr 2044, was hätte getan werden müssen, um die Demokratie zu verteidigen. Hierzu sind bereits drei Hörspielfolgen und Zeitzeugenberichte auf der Vereinswebsite abrufbar. Weiter wird die internationale Plakatausstellung „Mut zur Wut“ aus Heidelberg gezeigt, die globale Missstände anprangert. Zudem sind in Form von Talks und Infoständen u.a. Teachers for Future, die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus, SARAH-Seenotrettung, Omas gegen Rechts, Kreuznach für Vielfalt, Aktiv für Flüchtlinge und Omas for Future vertreten. Ein umfangreiches Kinderprogramm in Kooperation mit dem BDP Rheinland-Pfalz rundet das Angebot ab.
Tickets & Teilhabe
Festivaltickets kosten 51 €, Tagestickets 26 € (Fr.) bzw. 31 € (Sa.). Jugendliche (15–18 Jahre) zahlen nur 26 €, Kinder bis 14 haben freien Eintritt. Wer mit anpackt, kann sich sein Festivalticket verdienen. Zudem wird ein kostenloses Ticketkontingent für finanziell benachteiligte Personen bereitgestellt. Camping: 10 € + 5 € Müllpfand.
Auf Anfang! Musik, Kunst & Solidarität
25. & 26.07.2025 / Auen (Nahe-Hunsrück)
Alle Infos & Tickets: 🌐 www.initiative-fm.de
Förderer & Schirmherrschaft
Das Festival wird u.a. gefördert durch den Kultursommer Rheinland-Pfalz, Schneider Bau, die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz sowie die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung. Es steht unter Schirmherrschaft von Staatssekretär Dr. Denis Alt (Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz), Uwe Engelmann (Bgm. VG Nahe-Glan), Roland Ruegenberg (Bgm. Bad Sobernheim) und Torsten Baus (Bgm. Auen).
Über den Verein IFM
Der gemeinnützige Verein Initiative für Freizeit und Musikkultur e.V. setzt sich für kulturelle Impulse und Demokratieförderung in strukturschwachen Regionen ein. Mit den beiden im jährlichen Wechsel stattfindenden Kulturfestivals „Auf Anfang! Musik, Kunst & Solidarität“ und „Salon Libertatia. Musik & Diskurs“ möchte die IFM kulturelle Impulse und starke Zeichen für eine offene, demokratische und vielfältige Gesellschaft setzen.
Der Verein wurde Ende 2016 gegründet und beim Amtsgericht Mannheim eingetragen. Der Vorsitzende Norman Schäfer ist in Auen aufgewachsen und wohnt seit 13 Jahren in Mannheim. Aktuell engagieren sich über 80 Mitglieder sowohl aus der Region als auch aus ganz Deutschland für die Verwirklichung der Vereinsziele.


