John Petrucci und Mike Portnoy performen virtuos und energiegeladen live auf der Bühne der Jahrhunderthalle Frankfurt.

Dream Theater in der Jahrhunderthalle Frankfurt: 40 Jahre Progressive-Metal-Meisterschaft

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Am 21. November 2024 bot die progressive Metal-Legende Dream Theater in der ausverkauften Jahrhunderthalle Frankfurt eine spektakuläre Show im Rahmen ihrer „40 Years of Dream Theater“-Jubiläumstour. Mit einer Mischung aus Klassikern, selten gespielten Deep Cuts und orchestralen Elementen feierte die Band ihre unvergleichliche Karriere und hinterließ das Publikum gleichermaßen ehrfürchtig und begeistert.

Act I: Ein Rückblick in die Vergangenheit

Die Show begann mit einem stimmungsvollen Intro: „Prelude“ von Bernard Herrmann, ein Verweis auf den legendären Psycho-Score, setzte den Ton für einen Abend voller Dramatik. Nahtlos folgte der epische Einstieg mit „Metropolis Pt. 1: The Miracle and the Sleeper“, ein Song, der seit Jahren ein absoluter Fanliebling ist.

Es folgten Highlights aus der Frühphase der Bandgeschichte wie „Overture 1928“ und „Strange Déjà Vu“ – eine musikalische Reise zurück in das ikonische Scenes from a Memory-Album. Das Publikum erlebte eine beeindruckende Bandbreite an Emotionen und musikalischem Können: vom aggressiven „The Mirror“, garniert mit dem Solo aus „Lie“, bis hin zur melancholischen Schönheit von „Hollow Years“, gespielt in seiner rohen 96er-Demoversion.

Besonders „Panic Attack“ und „As I Am“ ließen die Halle beben, während das melodische „Barstool Warrior“ von der neueren Schaffensphase der Band zeugte. Die technischen Meisterleistungen von John Petrucci (Gitarre) und dem für diese Jubiläumstour zurückgekehrten Gründungsmitglied Mike Portnoy (Schlagzeug) rissen das Publikum förmlich aus den Sitzen. (Anmerkung: Mike Portnoy kehrte Ende 2023 zur Band zurück und ersetzte Mike Mangini für diese Tour).

Act II: Eine orchestrale Hommage an vier Jahrzehnte

Nach der Pause begann der zweite Akt mit einer orchestralen Overture – einem Medley, das Elemente aus allen Dream-Theater-Alben enthielt. Ein echtes Meisterstück, das die Band als wahre Architekten progressiver Musik zeigte.

Mit Stücken wie „Under a Glass Moon“ und „This Is the Life“ demonstrierte die Band ihre einmalige Fähigkeit, technische Virtuosität mit emotionaler Tiefe zu verbinden. Der instrumentale Gigant „Stream of Consciousness“ und das meisterhafte „Octavarium“ unterstrichen dies im Anschluss noch eindrucksvoller.

Encore: Eine Reise nach Hause

Nach dem epischen Hauptset legte die Band mit einem cineastischen Moment los: Ein Clip aus Der Zauberer von Oz(„There’s No Place Like Home“) leitete direkt in den Klassiker „Home“ über, bevor das hochemotionale „The Spirit Carries On“ für Gänsehautmomente im gesamten Saal sorgte. Mit „Pull Me Under“, dem Song, der die Band in den 90ern endgültig auf die musikalische Landkarte brachte, fand das Konzert seinen Höhepunkt – nur um mit einer unerwarteten Zugabe, „Singin‘ in the Rain“, charmant und überraschend abzurunden.

Ein unvergesslicher Abend

Dream Theater bewiesen an diesem Abend, warum sie seit 40 Jahren zu den prägendsten und innovativsten Bands des Progressive Metal gehören. Mit einem perfekt abgestimmten Set, technischen Höchstleistungen und einer emotionalen Tiefe begeisterten sie Fans jeder Generation. Die Jahrhunderthalle bebte – ein absolut würdiger Tribut an eine Band, die längst Musikgeschichte geschrieben hat.

Text & Foto © by Jan Heesch

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