Sonntag 21. April 2024

Schöner Garten – Dünger für das Frühjahr selber herstellen

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(akz-o) Für hausgemachtes Pflanzenfutter, sprich Dünger, braucht man keine versteckte Ecke im Garten, um Garten- und Küchenabfälle zu Gärtners Gold zu kompostieren. Die Düngerproduktion klappt auch in einem kleinen Gefäß in z. B. einer Etagenwohnung. Mithilfe von Effektiven Mikroorganismen (EM) werden Küchen- und Gartenabfälle fermentiert und in wertvollen Dünger verwandelt. Grünabfälle im Garten dagegen werden von Mikroorganismen, Regenwürmern und Co. zu Kompost verarbeitet.

Alles im Eimer

Die täglichen Küchenabfälle, die normalerweise auf den Kompost oder in die Biotonne wandern würden, landen zerkleinert in einem speziellen Eimer (www.juwel.com). Eine Dosis EM oder gemahlener Bokashi fördert den Fermentierungsprozess. Ist der Eimer randvoll, lässt man den Inhalt unter Ausschluss von Luft fermentieren. Nach drei bis vier Wochen ist dieser Prozess abgeschlossen. Ab und zu wird der Komposttee abgelassen, der sich mit Wasser 1:30 verdünnt ebenfalls perfekt als Dünger eignet. Der Küchen-Komposter „Sensei“ macht das Fermentieren leicht: Mit jeder Gabe Abfall gibt man eine Dosis Fermentationshilfe hinzu. Der Inhalt des Eimers wird mit dem Kompressionskolben luftdicht zusammengepresst. Ein Siebeinsatz sorgt dafür, dass der Sickersaft, oder Komposttee, abfließen kann. Über den Zapfhahn lässt er sich ganz einfach entnehmen.

Und wohin damit?

Die Fermentierung produziert einen hochwirksamen Langzeitdünger, der den Boden, aber auch den Kompost verbessert. Der fermentierte Küchenabfall ist für Jungpflanzen zu säurehaltig. Deshalb empfiehlt es sich, ihn ins Beet einzuarbeiten und anschließend eine Schicht Humus aufzufüllen. Alternativ mischt man diesen mit Erde und lässt ihn eine Woche stehen, um ihn dann als Dünger einzusetzen. Ein Eimer in der Küche spart lästige Wege zu Komposthaufen und Biotonne. Außerdem entsteht so ein besonders wertvoller Dünger, der schnell zur Verfügung steht – plus einem Flüssigdünger, der alle paar Tage abgezapft werden kann. Obendrein entwickelt er keine üblen Gerüche. Perfekt also für auch für Küche und Balkon.

Foto: pexels.com/akz-o

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