Mittwoch 7. Dezember 2022

Ásgeir – Time On My Hands

Genre: Alternative Folk

Meistgelesene Artikel

- Anzeige - spot_img

Als einer der erfolgreichsten isländischen Exporteure hat der Singer-Songwriter Ásgeir die Zeit zwischen seinem rekordverdächtigen Debüt (das gerade 10-jähriges Jubiläum feiert) und heute damit verbracht, die Grenzen seines strukturierten, nachdenklichen Folk-Pop zu erweitern. Am 28. Oktober 2022 wird der Musiker sein lang erwartetes viertes Album „Time On My Hands“ über Embassy of Music veröffentlichen. 

Time On My Hands“ zeigt den isländischen Künstler in einem Zustand der Selbstreflexion und des Experimentierens, nachdem er in den letzten Jahren einen Großteil der Zeit zu Hause und im Studio verbracht hat. Dort hat er sich intensiv mit dem Schreiben, Aufnehmen, Arrangieren und Produzieren beschäftigt. Auf diesem Album ist Ásgeir in neue kompositorische Gefilde vorgedrungen und hat Akustik mit Elektronik und Blechbläsern sensibel überlagert. Wie bei einigen seiner früheren Werke, vor allem bei „Afterglow“ (2017) und „Bury The Moon“ (2020), spielt Ásgeir mit euphorischen und chorischen Elementen der elektronischen Popmusik, ohne jedoch den introspektiven, von der Stimme geleiteten Stil der Akustikmusik zu vernachlässigen, der ihn berühmt gemacht hat. 

Beim Hören von Ásgeirs Musik wird von Anfang an klar, dass die Sammlung auf Bildern von Gletscherlandschaften beruht. Ásgeir schwebt mit cineastischer Klarheit über ein frostiges Terrain bezaubernder melodischer Klanglandschaften. Ásgeirs persönliche Beziehung zu Musik, die er hauptsächlich beim Laufen oder auf langen Autofahrten hörte, inspirierte diese Ästhetik der sanften Landschaften. Er sagt, dass „einige der Alben oder Musik, die aus den letzten zwei Jahren für mich herausragen Caribous Album „Suddenly“, Caroline Polichek-Pang, Dijon, Altopalo, Big Thief, Michael Kiwanuka, Sault, Ethan Gruska, Blake Mills und Unknown Mortal Orchestra waren. Diese Musik hat wahrscheinlich etwas damit zu tun, wie meine Platte entstanden ist, kombiniert mit früheren Einflüssen.”

Die lange Zeit, die Ásgeir für die Arbeit an seinem neuen Album zur Verfügung stand, gab ihm die Möglichkeit, sich an verschiedene Synthesizer-Sounds heranzuwagen: 

Es gibt einen Synthesizer-Reparateur, der im gleichen Studio arbeitet und es gibt eine Menge alter Synthesizer, die dort vorbeigebracht werden. Wir haben ihm einen alten Memorymoog abgekauft, als wir das Album aufnahmen und ich habe ihn bei vielen der Songs benutzt. „Vibrating Walls“ habe ich auf einem Korg PS-3100 geschrieben. Der Korg Delta war schon immer einer meiner Lieblingssynthesizer und er kam bei einigen Stücken zum Einsatz. In „Golden Hour“ verwende ich meine Stimme als Bass-Sound. Die Idee dazu hatte ich, nachdem ich „Rank and File“ von Moses Sumney gehört hatte.“ – Ásgeir

Time On My Hands” wurde im Studio Hljóðrit aufgenommen, wo Ásgeir schon immer seine Musik aufnimmt, in enger Zusammenarbeit mit dem Produzenten Guðmundur Kristinn Jónsson – aber er hat auch einige Stücke zu Hause aufgenommen. Ásgeir spielt den Großteil der Instrumente selbst, hat aber zudem die Schlagzeuger Nils Törnqvist und Kristinn Snær Agnarson, das Bläsertrio Samúel Jón Samúelsson, Kjartan Hákonarson und Óskar Guðjónsson sowie Pétur Ben eingeladen, die gelegentlich Schlagzeug oder Gitarre beisteuern.

Das ganze Album fordert uns auf, uns selbst zu erlauben, über Grenzen zu gleiten, sowohl über die physischen, die wir selbst errichten, als auch über die zwischen Realität und Fantasie. Es geht um Freiheit, Abenteuerlust und die Flucht aus der Isolation, aber auch darum, die Naturwunder zu schätzen, die uns täglich umgeben.


Follow Ásgeir 

Website

Facebook

Instagram

Twitter

Spotify

Artwork credit © Bobby Breiðholt

- Anzeige -spot_img

Neuste Artikel