Mittwoch 1. Februar 2023

„NIBEL RHEIN“ im Nibelungenmuseum Worms eröffnet

Die Installation ist Teil eines grenzüberschreitenden Kulturprojekts zum Rhein in drei Ländern

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Wer zurzeit in das unterirdische Mythenlabor des Nibelungenmuseums hinabsteigt, taucht ein in eine andere Welt. Besucher bewegen sich zwischen großen blauen Fischen umher, Flussgeräusche und der effektvolle Einsatz von Licht verstärken das Gefühl, dass man sich unter Wasser – genauer gesagt – im Rhein befindet. Und dieser steht auch im Mittelpunkt der neuen Installation mit dem Titel „NIBEL RHEIN. Der Rhein in den Dichtungen der Nibelungensage“. Die Installation ist in Kooperation mit der Nibelungenlied- Gesellschaft entstanden und Teil eines trinationalen Ausstellungsprojekts zum Rhein. Nicht nur im berühmten Nibelungenlied ist der Fluss immer wieder ein wichtiger Schauplatz. Auch in anderen literarischen Werken zur Nibelungensage wie der nordischen Edda, dem Rosengartenlied, der Heldensage vom „Hürnen Seyfried“ oder in Richard Wagners vierteiligem Opernzyklus nimmt er eine wichtige Rolle ein. Um welche es sich dabei jeweils handelt, erfährt man im Nibelungenmuseum noch bis zum 21. Mai 2023. Der Besuch der Installation ist im regulären Eintrittspreis enthalten. Weitere Information zu „NIBEL RHEIN“ findet man auf www.nibelungenmuseum.de

„Wie kein anderes Museum bietet sich das Nibelungenmuseum in Worms am Rhein an, um den Bedeutungen dieser Lebensader in den Dichtungen der Nibelungensage nachzuforschen und diese ansprechend für Jung und Alt aufzubereiten“, so Oberbürgermeister Adolf Kessel in der vergangenen Woche während der Eröffnung der Installation: „Der Rhein ist immer wieder das verbindende Element und hält das Epos sprichwörtlich im Fluss.“

22 Rhein-Fische im Mythenlabor

„Ein Schwarm von 22 phantastischen blauen Rhein-Fischen, mit Textbelegen versehen und im Film in bewegten Bildern, steht für die Dichtungen der Nibelungensage, die mit dem Rheinstrom verbunden sind. Jeder Fisch trägt ein originales Zitat“, erklärt Museumsmitarbeiterin Ulrike Standke, die für das Konzept und die Projektkoordination von „NIBEL RHEIN“ verantwortlich ist. „So sind es in dieser medialen Installation die „maeren“, also Erzählungen, die einen Zugang zum Rhein ermöglichen“, ergänzt Dr. Ellen Bender, Erste Vorsitzende der Nibelungenlied-Gesellschaft, welche die Zitate auswählte und die Erklärungstexte im Film formulierte. Sie fährt fort: „Der Rheinstrom durchdringt im übertragenen Sinn die literarische Landschaft der Nibelungensage. Er transportiert Lieder, Sagenschätze, literarische Motive und ist zugleich selbst Schauplatz.“ 

Spielerisch vermittelt die Installation Wissen auch in zwei kleinen Quizzen rund um die Dichtungen. Speziell für die kleinen Besucher hat das Museumsteam einen eigenen kindgerechten Rätselbogen entwickelt, der unter anderem deren Geschick im Origami-Fisch-Falten auf die Probe stellt. Bei erfolgreicher Lösung winken außerdem kleine Preise.  

Ein Ausstellungsprojekt des Netzwerks Museen

Insgesamt nehmen 38 Museen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz an dem großen Kulturprojekt teil, deren gemeinsames Thema der Rhein ist, und die sich dem Strom mit unterschiedlichen Schwerpunkten wie Natur und Technik, Kunst und Kultur oder Geschichte, widmen. Die Schirmherrschaft zur Ausstellungsreihe hat die Oberrheinkonferenz übernommen, die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der trinationalen Metropolregion Oberrhein organisiert. Deren Vorsitz wechselt jährlich zwischen den drei Ländern. 2022 ist Beat Jans, Regierungspräsident des Kantons Basel-Stadt, als Präsident der Oberrheinkonferenz auch Schirmherr über die Ausstellungsreihe. Einen Überblick über alle Ausstellungen des Projekts findet man auf www.dreilaendermuseum.eu.  

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